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BALKON-TUNING
Ein Projekt im Rahmen des Festivals Hotel-Neustadt des Thalia Theaters
in Halle/ Saale, 19.09.-2.10.2003.
Mitarbeiter: Johanna Moser, Cornelia Schluricke, Reinder Bakker, R.Oskar
Wittich und Mike Ronz
»... wir gründen unsere Städte nicht mehr für Generationen.
Trotzdem hatte ich gehofft, eine Stadt zu bauen, die ihre zwei oder drei
Generationen nicht bloß beHAU 4st – eine Stadt, die ihnen mehr
bietet als umbauten Raum, in dem man Tisch oder Bett aufstellen kann.
Und, denken Sie, ich sah mich schon als Rentner durch meine Stadt gehen
und sonntags meinen Mokka auf dieser Terrasse trinken...« Brigitte
Reimann, aus Franziska Linkerhand
Ganz Halle-Neustadt ist semantisch verbraucht, weil seine ideologische
Grundlage nicht mehr existiert. Anstelle der »Ökonomie des
Kollektiven« des sozialistischen Städtebaus ist heute das Individuum
als Stadtbenutzer gefragt. Die Balkone der Plattenbauten, Nahtstelle zwischen
privat und öffentlich, bieten den besten Ausgangspunkt des »semantical
reloadings« von Halle-Neustadt. Balkone sind Bühne des Privaten
im öffentlichen Raum. Balkony-Tuning ermöglicht, die der Architektur
von Halle-Neustadt verordnete Codierung der Platte als MassenbeHAU 4sung,
aufzubrechen.
Bilder oben: der Musterbalkon vorm »BalkonyTuningShop«
Bilder unten: Balkonberatungenim BalkonyTuningShop fanden jeden Tag statt
und waren ein gemeinsames Entwerfen mit
den Besuchern, wobei in einem Diskussionsprozess ein maßgeschneidertes
Konzept für die Balkone als
Lebens- und Ausdrucksplattform entwickelt wurden. So entstand eine laborartige
Situation durch Simulation besonderer
Bedingungen. Während des Festivals wurden über hundert Balkonberatungen
durchgeführt.
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