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Wir nennen
unsere Arbeitsweise performativ, wenn »durch die Handlung entsteht«.
Nicht die Darstellung der Handlung (wie etwa bei einer Tanz-Performance),
sondern der Prozess, das Produkt und die Rahmenbedingungen der Produktion
benötigen die performative Arbeitsweise. Oft werden durch die Anwesenheit
von Publikum spezielle Rahmenbedingungen erzeugt. Beispielsweise beim »sr-Möbel
Tuning« wurde mit dem Teilnehmenden Publikum ein Dienstleistungsverhältnis
simuliert, welches normalerweise in dieser Form nicht existiert. Durch die
Ernsthaftigkeit des ScHAU 4spiels Kunde-Berater (wobei uns das Schauspiel
als solches nicht interessiert), entsteht für uns ein brauchbares Modell.
Ohne dieses Modell wären unsere Experimente zur Auflösung der
normalen Designer-Tätigkeit innerhalb einer übergeordneten Service-Struktur
nicht durchführbar. (Bilder von links: »sr-Möbel Tuning«,98
und »geöltes Ei mit Zündvorrichtung« am Neoneierscanner
mit Herwig Müller, Museumsquartier, Wien, 2001 |
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